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Vom Küchenchef zum Restaurantbesitzer

Vom Küchenchef zum Restaurantbesitzer Posted on 13th September 2019

Viele Küchenchefs haben sich über die Jahre einen Namen machen können, haben Sterne und Punkte erkocht und viel zum Umsatz beigetragen. Da ist die Versuchung groß. sich irgendwann selbstständig zu machen. Schließlich hat man das notwendige Wissen, was die Produkte angeht, und kennt sich auch mit den Kosten aus. Oft genug geht das aber gehörig schief. Starchefs wie Gordon Ramsay mussten das immer wieder am eigenen Leib erfahren, auch wenn er als einer der besten Geschäftsleute am Herd gilt. Sein Hauptrestaurant in Chelsea gibt es seit 1998 und ist mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet worden.

Der deutsche TV-Star Christian Krach schloss seine Restaurants, wenn auch in den meisten Fällen, weil er sich selbst aus dem Geschäft zurückziehen wollte. Allerdings litt er auch unter dem Personalmangel in der deutschen Top-Gastronomie. Sein TV-Kollege Frank Oehler von den Kochprofis hat dagegen eine echte Pleite hingelegt: er musste 2017 für die Speisemeisterei Insolvenz anmelden. Er machte von Anbeginn an 1,50 Euro Verlust pro Gast, als eine Event-Rechnung nicht bezahlt wurde, war Schluss.

In vielen Fällen überschätzen sich die Küchenchefs, sind von ihrem Erfolg geblendet und haben die falschen Berater und Partner. Dennoch gibt es auch zahllose positive Beispiele, vor allem in der mittleren und kleineren Gastronomie und in den Familienbetrieben. Hier kommt es sehr häufig vor, dass der Chefkoch auch der Unternehmer ist, der das Risiko trägt. Solange man in einem richtigen Team arbeitet, sich einen guten Restaurantleiter sucht und auch betriebswirtschaftlich das notwendige Wissen mitbringt, steht einer Doppelfunktion nichts entgegen.

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